Ist Europa nicht überall?

Im Gemeindekurier vom 2. April findet man unter amtliche Mitteilungen eine Stellungnahme des Finanzausschusses, vertreten durch Frau Dr. Chelvier und Herrn Kosubek, zum Haushaltsplan der Gemeinde. Dem Beitrag ist zu entnehmen, dass wesentliche Teile des sog. Wäldchens veräußert werden sollen, um die Kreditaufnahme der Gemeinde für vorgesehene Investitionen zu reduzieren. Das Vermögen der Gemeinde würde sich hierdurch nicht verringern.
Aus rein buchhalterischer Sicht ist dies, wenn man davon ausgehen will, dass Herstellungskosten ein zutreffender Wertmaßstab ist, natürlich richtig. Da eine derartige buchhalterische Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen, den tatsächlichen Wert, aus der Natur der Sache heraus, nicht erfassen kann, ist die Aussage zumindest diskussionswürdig. Investiert die Gemeinde in Infrastruktur, ist dies immer eine Einbahnstraße – eine Straße, die einmal gebaut ist, bleibt dauerhaft Straße und kann nicht anderweitig verwertet werden. Anders als ein Baugrundstück, welches man beispielsweise verpachten kann, um daraus dauerhaft Einnahmen zu erzielen, wird eine Straße bereits mit dem Bau de facto „wertlos“ und verursacht lediglich Folgekosten. Um im Beispiel zu bleiben, natürlich hat eine Straße für jeden Benutzer einen „Wert“, dieser Wert ist aber objektiv nicht messbar. Folglich zeugen auch Aussagen, die einer Straße einen Wert X€ oder Y€ zumessen, von einer wenig realitätsnahen Betrachtungsweise.
Aber um auf den Verkauf des Rosa-Luxemburg-Wäldchens zu kommen. Die Begründung für den Verkauf: Man wolle die Kreditaufnahme reduzieren, ist natürlich nur vorgeschoben. Der Verkauf des Wäldchens ist Voraussetzung für den beabsichtigten Hotelneubau und um den geht es allein. Hierfür spricht insbesondere der eingeplante Verkaufserlös. Die Gemeinde geht vordergründig von einem Verkehrswert von 225 €/qm, insgesamt 450 T€, aus. Scheinbar bemerkenswert ist hierbei, dass dies anders als überall sonst, einen in den letzten Jahren sinkenden Grundstückspreis in Graal-Müritz bedeuten würde!
Ein zugegeben älteres und auch unstreitig veraltetes, der Gemeinde vorliegendes Gutachten ging für den vorgesehenen Hotelstandort noch von einem Preis von 250 €/qm aus! Und Bauwillige dürften auch in unattraktiven Lagen Graal-Müritz‘ – wenn denn überhaupt Grundstücke gehandelt werden – Preise von um 200 €/qm, als Schnäppchen auffassen.
Eine Folge der sog. Eurokriese ist, dass Immobilienpreise geradezu explodiert sind. Der ein oder andere mag sich vielleicht noch an die Presseberichte über die vor Kurzem erfolgte Veräußerung eines Waldstückes in Hohe Düne erinnern: Statt des vorab geschätzten Wertes von rd. 20 T€ wurden rd. 200 T€ erzielt. Ähnliche Steigerungen lassen sich überall entlang der Ostseeküste beobachten: In Zingst wurde das ehemalige Forsthaus für rd. 500 T€ (Schätzwert rd. 200 T€), in Dranske der ehemalige Hafen für rd. 250 T€ (Schätzwert rd. 40 T€) und in Barth ein Wohngebiet für rd. 500 T€ (Schätzwert rd. 150 T€) an den Mann gebracht. Die Liste ließe sich beliebig erweitern. Nur an Graal-Müritz gehen derartige Wertsteigerungen vorbei? — Natürlich nicht! Das muss sowohl der Verwaltung wie auch den Fachausschüssen bekannt sein. Wie bereits angesprochen, geht es aber bei dem Verkauf des Rosa-Luxemburg-Wäldchens allein um die Durchsetzung des beabsichtigten Hotelneubaus. D.h. indem die Gemeinde das Grundstück unterpreisig „verramscht“, subventioniert sie den anvisierten Investor. Wenn man sich die Mühe macht und versucht einmal vorsichtig den tatsächlichen Wert des Grundstücks zu schätzen und dabei die erstklassige Lage nicht einfach unter den Tisch fallen lässt, kommt man wohl zu dem Schluss, dass ein Quadratmeterpreis von zumindest 400 bis 500 €/qm derzeit erzielbar ist. Anders ausgedrückt, die Gemeinde gewährt dem Investor eine Anschubfinanzierung von rd. ½ Mio. €, damit dieser das Hotel baut!
Man hatte mich für den von mir vor Wochen benutzen Begriff Verschuldungsstrategie kritisiert. Vergegenwärtigt man sich noch einmal, dass mit der beabsichtigten Kreditaufnahme der Gemeinde Projekte finanziert werden sollen, für die es weder eine Bedarfsanalyse noch eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung gibt, und nimmt hinzu, dass man ein Filetstück der Gemeinde „verramschen“ will, ist dies insgesamt eine Strategie, die auf Verschuldung zielt.

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33 Antworten auf Ist Europa nicht überall?

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  3. Rudi sagt:

    Genau, die Bürger haben geschrieben, dass der Haushalt teilweise aufgehoben wurde. Was steckt denn dahinter?

  4. H.Schmidt sagt:

    Sind euch etwa die Themen ausgegangen?

  5. hg sagt:

    Stellt doch mal was neues ein…

  6. k72 sagt:

    Ich habe den Artikel jetzt auch lesen. Nach Aufassung der Frau Griese, des Herrn Kosubek und dem, dessen Namen niemand nennt (o_O), sind nun nicht mehr nur die Sozen die Bösen. Auch die „senilen“ Rentner sind in Ungnade gefallen! Liebe Frau Griese, lieber Herr Kosubek, lieber Herr, dessen Namen niemand nennt: was hat Sie denn geritten? Als nächstes attackieren Sie die Familien, dann vielleicht die Selbstständigen und dann, dann bleibt kaum noch jemand!!!
    Richtig gut fand ich und war positiv überrascht, dass kein Vertreter der CDU in Ihre Hetztirade, anders kann mans einfach nicht beschreiben, eingestimmt hat.

  7. Stefan sagt:

    Ich möchte noch mal zum Thema und Mario kommen. OZ lese ich nicht mehr.
    Ich denke Mario ignoriert völlig, dass für den Gemeidehaushalt Haushaltsrecht gilt. Da ist der wichtigste Grundsatz der Wahrheitsgrundsatz. Man darf nicht einfach mal was einstellen, weil man auf der sicheren Seite sein will. Wenn man keine gesicherten Daten hat, muß man die ermitteln.

  8. hg sagt:

    Oberdemagoge-das ist schon lange her und man sollte die Leichen im Keller lassen. Inhaltlich ist der Artikel von Herrn Schißler oberflächig und ein Stück weit peinlich. Ich wünsche mir in der Zeitung einmal einen sauber recherchierten Artikel und nicht nur das nachplappern inhaltsleerer Phrasen. Mir ist der Druck bekannt, unter dem Herr Schißler steht. Das hat hier schon mal jemand geschrieben: ein Reporter soll beobachten und berichten. Er soll nicht versuchen Meinung zu machen.

  9. Uwe S. sagt:

    Komme gerade von Edeka (OZ kaufen) und könnte schreien. Frau Griese, Herr Kosubek und der Oberdemagoge, dessen Namen auch w.h. nicht nennt, als Moralinstanz! Jeder sollte in seinem Leben einmal zur GV gehen. Da kann man dann erahnen, warum die Leute 1989 auf die Straße gegangen sind. Als Zuschauer weiß man nicht worum es geht, Anträge werden durchgewinkt und sollte doch mal sowas wie eine Diskussion drohen, wirds abgewürgt. Schauts euch an, ich war sogar zweimal da und bin jetzt kuriert. Diese Herabsetzung der Senioren geht aber gar nicht. Das hätte ich niemanden zugetraut, nicht mal den selbsternannten Moralwächtern! Sowas sollte niemand unkommentiert drucken!

  10. w.h. sagt:

    Ich habe das gelesen und bin entsetzt. Ja ich bin Rentner und kann sogar mit Internet umgehen! Wenn Frau Griese und Herr Kosubek die Senioren als senil darstellen, die das was die SPD sagt, nicht hinterfragen, macht mich das wütend. Die Rentner im Ort machen sich weitaus mehr Gedanken über die Folgen ihrer Entscheidungen als Sie beide glauben. Etwas was richtig ist, ist auch dann richtig, wenn es von der SPD kommt und Frau Griese und Herr Kosubek es bestreiten.
    Ja und ich lese die Frische Brise und bilde mir meine eigene Meinung!

  11. Rudi sagt:

    Lest mal OZ, was der Schissler geschrieben hat!

  12. Anne S. sagt:

    Das gehört zwar nicht zum Thema, ich möchte Steffie und H.Schmidt aber zustimmen. In Graal-Müritz macht man so vor sich hin: etwas hier, etwas da. Es fehlt aber ein Plan, wie es in zehn oder zwanzig Jahren funktionieren soll. Die Probleme sind bekannt: Verkehr, Versorgung der alternden Bevölkerung, Nachwuchsprobleme usw. Wenn die herren meinen, das löst sich von allein auf, liegen sie falsch.

  13. Rudi sagt:

    Ja Steffi und Schmidt, ihr habt recht. Mit dem Thema hier hat das aber nicht viel zu tun. Das, was ihr angesprochen habt, wäre mal einen Artikel wert!

  14. H.Schmidt sagt:

    Steffie liegt schon nicht so falsch. Das mit dem Hotel wird eh nichts, vielleicht Appartments oder sowas. Das ganze Thema lenkt von den eigentlichen Problem ab. Graal-Müritz ist im Sommer, dank der vielen Ferienwohnungen, überbelegt und für die Vermieter rechnen sich Ferienwohnungen mehr als reguläre Wohnungen. Gekniffen sind die Einwohner (vor allem Familien), die wegziehen müssen! Das solltet ihr thematisieren. In Graal-Müritz findet ein Verdrängungswettbewerb statt! Die Folgen sind kurzfristig nicht sichtbar. Die Probleme kommen aber mit Sicherheit!
    Der vorgesehene Preis ist eine Lachnummer. Auch, wenn Marion sagt, dass da auch mehr kommen kann. Ich schließe mich klaus78 (der Wahrsager) an.

  15. Steffie W. sagt:

    Aus touristischer Sicht ist das ganze Projekt „Hotel an der Seebrücke“ überhaupt nicht durchdacht. Ob das Hotel nun kommt oder nicht, das hat keine Auswirkungen. Wenn es kommt, wird ein anderes zumachen.
    In Graal-Müritz hat man sich doch viel zu sehr auf Ferienwohnungen konzentriert. Die sind nun da und die ganze Infrastruktur ist doch für diese Art Tourismus ausgelegt. Mit dem ganzen Projekt will man wohl eiem „guten Bekannten“ wieder was Gutes tun. Das „Betreute Wohnen“ hat doch der gleiche Investor gemacht und da hat er sich nicht um die Interessen der Bürger gekümmert: Maximal groß gebaut und dann zur Gemeinde „Ich kann nicht vermieten, wenn ihr nicht die paar Bäume wegnehmt!“ (angeblich wegen Wohnungsbelichtung – dass Bäume Schatten werfen, konnte man vorher natürlich nicht wissen).
    Eigentlich ist es aber egal was gemacht wird, die Leute (im Sommer bin auch ich regelmäßig da und fahre nicht nach Warnemünde) kommen wegen dem schönen Strand und da will man ja noch nichts hinbauen.

  16. Anne S. sagt:

    Es ist schon ein starkes Stück, wenn Herr Kosubek Markus kaufmännische Ahnungslosigkeit vorwirft. Wenn im Haushaltsplan ein Preis steht, dann darf man wohl davon ausgehen, dass sich die Gemeindeveretung darüber Gedanken gemacht hat. Entweder, der Preis ist gesichert (da kann man hier wohl nicht von ausgehen) oder das Grundstück soll bewußt unter Wert verkauft werden! Alles andere hätte man ja darstellen müssen, wie hätten die Gemeindevertreter sonst entscheiden können?

  17. Rudi sagt:

    Nee, Nee so nicht Hartwig. Man muß versuchen Investoren und Bürger unter einem Hut zu kriegen (das hätte die GV machen müssen). Nur wenn das nicht gelingt, müssen sich die Investoren unterordnen. Das letzte Wort haben immer die Bürger. Weil die GV da aber komische Sachen macht, gibts die Bürgerinitiative!

  18. Hartwig sagt:

    Ich hatte beim Verschuldungsartikel schon auf ein altes Flugblatt der SPD hingewiesen. Da ist auch ein Antrag der SPD zur Jugendförderung dokumentiert. Den haben die Gemeindevertreter damals abgelehnt. Das waren die selben, die jetzt das Grundstück an einem investor verramschen wollen! Das macht mich nur wütend! Für wen sind die denn da? Doch nicht für die Investoren!

  19. Wolfgang Bendt sagt:

    Guido, das erfordert eine längeren Darstellung. Das kann man hier nicht einstellen. Ich schicke Markus eine Email und werde ihn bitten, die dir zukommen zu lassen.
    Auch ich bin der Meinung, dass man alles daran setzen muß, dass die Fläche nicht zugebaut wird. w.h. liegt da völlig richtig.

  20. w.h. sagt:

    Ihr tut so als ob das Wäldchen auf jeden Fall verkauft wird. Wir müssen die Bürgerinitiative unterstützen damit die bei der Gemeinde aufwachen!

  21. Guido sagt:

    /Wolfgang Bernd: Bislang dachte ich immer, dass die Gemeinde nur zum vollen Wert verkaufen darf. Wenn sie das nicht macht, haften der Bürgermeister und sein Stellvertreter? Ist da was neu?
    Wo ihr noch gar nchts zu gesagt habt, ist, dass der Gemeinde mit dem Verkauf kein Verlust entstehen soll. Markus hat da nur gesagt, dass das aus buchhalterischer Sicht richtig aber nicht realistisch ist. Ich würde da viel weiter gehen: Die wollen die Bürger hinters Licht führen, nach dem Motto „Regt euch nicht auf, da passiert doch nichts“. Wenn ich mir die Investitionen angucke:, Sportplatz, Straße und Jugendhaus (oder so ähnlich), dann gehört der Sportplatz den TSV, die Straße hat nur einen Buchwert und nur hinter dem Jugendhaus steht ein realer Wert! Egal welche Tricks man anwendet, der Menschenverstand sagt mir, da will jemand was begründen, was nicht zu begründen ist! Ich könnte mich aufregen :-|

  22. k72 sagt:

    Ja, Mario hat recht. Was im Plan steht muß so nicht kommen. Fatal ist, dass man mit der Preisnennung signalisiert, man würde auch für 225 Eus verkaufen. Wenn man sich dann schon auf einen Investor festgelegt hat – was ist denn das für eine Verhandlungsposition?
    Richtig absurd wirds ja dann, wenn dieses Jugend-Senioren-Kultur-Literaturhaus gebaut werden sollte und die Gemeinde dann ein Grundstück kaufen muß.
    Deshalb, Grundstück behalten und das JSKL in den Wald hinein, ein Lesekaffee dazu und darum herum eine nett gestaltete Parkanlage.

  23. Rudi sagt:

    Jetzt habt ihr pP verschreckt und wir erfahren nie, was pP bedeuten soll.

  24. klaus78 sagt:

    Zu pP sag‘ ich nichts, der scheint ein Nerd zu sein.
    Aber einmal zu Mario: Markus hatte ja auch beim Verschuldungsartikel darauf hingewiesen, dass der Haushaltsplan nur für die Verwaltung gilt. Soweit decken sich eure Aussagen.
    Den unterschiedlichen Preis, kann man aber wohl nicht mit Vorsicht erklären (da steckt ein Faktor von zwei drin!!!!). Wobei mir Markus Preis plausibler erscheint.
    Jetzt werde ich zum Wahrsager: Ich würde meinen Arsch darauf verwetten (Zitat von Kloppo), dass der Bürgermeister beauftragt wird mit dem Investor zu verhandeln und man sich auf deutlich unter 300Euro einigt. Das wird dann als Erfolg verkauft!!!
    Also stimmt alle für das Bürgerbegehren!

  25. CoastWriter sagt:

    Leute gebt Hirn, pP braucht Hirn!!!!!

  26. pP sagt:

    Ich bin weder ein Idiot noch ein Satiriker. Auch wenn Sie Rudi und Sie Herr Schulter versuchen mich in diese Ecke zu drängen. Sie sind nicht in der Lage Notwendigkeiten zu erkennen und prangern mich dafür an.
    Was hier geschieht ist eine reine Neiddebatte. Die SPD und ein paar Bürger gönnen dem Investor nicht, dass er Gewinn macht und sind daher bereit, ein wichtiges Projekt zu gefährden.
    Wie weit ist es gekommen, dass sich Unternehmer rechtfertigen sollen, wenn Sie eine sich bietenden Gelegenheit nutzen wollen.

  27. Hartwig sagt:

    Lieber Wolfgang,
    ich finde es gut, dass man hier frei kommentieren kann. Mir ist klar, dass das für die Leser schwierig ist. Die können nicht wissen wer hinter den Namen steht. Ob pP ein Satiriker ist, weiß nur pP selbst. Die Leser müssen sich allein auf den Kommentar beschränken und den beurteilen. Da ist es so, dass das was pP gesagt hat, in Graal-Müritz nicht selten vertreten wird. Denke einfach an das betreute Wohnen. Ein Investor hat zu groß gebaut, am Ende mußten geschützte Bäume weg! Was die Bürger wollten, hat niemand interessiert!

  28. Wolfgang Schulta sagt:

    Sorry, aber merkt denn hier keiner, dass pP ein genialer Satiriker ist?
    Lasst Euch doch nicht verkohlen!

  29. Rudi sagt:

    Wofür steht pP eigentlich? Peinliche Peinlichkeit?

  30. pP sagt:

    Ich habe das doch schon letzte Woche geschrieben. Es geht um den Tourismus in Graal-Müritz! Die Gemeinde will ein Hotel und ein Investor ist bereit eins zu bauen. Wenn der Investor nun zusätzlich bereit ist, einen Betrag von 225€/ qm zu zahlen, dann sollte sich die Gemeinde doch freuen. Das man am Markt einen höheren Preis erzielen kann, ist doch nicht relevant. Der Investor ist bereit das bauen, was die Gemeinde haben will – da muss die Gemeinde einfach bereit sein, die Preisvorstellungen des Investors zu akzeptieren. Ich gehe davon aus, dass es da schon Vorbesprechungen gegeben hat, bei denen man das preislich Machbare ausgelotet hat. Wenn Sie hier von zu genehmigenden Subventionen sprechen, gefährden Sie letztendlich die Umsetzung des Projektes! Ich wiederhole mich da, wenn ich sage, die Verhinderung des Projektes mag ja das Ziel der SPD und einiger Bürger sein, jedoch fehlt sowohl der SPD wie auch den Bürgern die erforderliche Sachkenntnis, um die Vorteile des Projektes für den Tourismus und den Investor wirklich durchschauen zu können.

  31. CoastWriter sagt:

    Eine kurze Bemerkung, eines interessierten Lesers. Wenn hier ein unterpreisiger Verkauf in der zur Diskussion stehenden Grössenordnung erfolgen soll, ist das eine durch die Kommission zu genehmigende Subvention!

  32. Wolfgang Berndt sagt:

    Ja, da hat Mario grundsätzlich recht. Im Haushalt soll man von realistische Voraussetzungen ausgehen, aber natürlich immer mit der gebotenen Vorsicht.
    Was mir im Beitrag fehlt, ist der Hinweis, dass die Gemeinde, wenn sie bestimmte Ziele erreichen will, auch unterpreisig verkaufen darf!
    Zum Preis, ich hatte mich im letzten Jahr um ein Baugrundstück in Rostock bemüht. Da wurde 250 € pro Quadratmeter (und Bauträgerbindung!) aufgerufen. Da liegt es für mich schon nahe, dass der Preis, den Markus genannt hat, eher zutrifft.
    Zwischen 225€ pro Quadratmeter und 400€ pro Quadratmeter ist aber schon ein erheblicher Unterschied und da muß man sich die Frage stellen, mit welchen Daten hat die Gemeinde hantiert. Eigentlich hätte sie auf verlässlichen Daten planen müssen.

  33. Mario Kosubek sagt:

    Lieber Herr Harmsen,

    wieder einmal ein Beitrag, der von Ihrer kaufmännischen Ahnungslosigkeit zeugt – aber wahrscheinlich werden trotzdem alle Ihre Anhänger Ihnen wieder blind und ohne zu überlegen zustimmen.

    Dennoch: Über den Verkauf des betreffenden Grundstücks kann man unterschiedlicher Ansicht sein und natürlich über den Sinn / oder die Sinnlosigkeit einer Entwicklung in diesem Bereich streiten. – was ja auch gerade in unserem Ort passiert…

    Aber: Jeder vernünftige Kaufmann (und Sie haben doch einige Kaufleute in Ihren Reihen – fragen Sie doch W-D Schulz als Unternehmer) plant vorsichtig und auf Basis von hinreichend sicheren und / oder Erfahrungswerten. D.h., daß dieser Planansatz eines möglich Verkaufs natürlich nicht den tatsächlichen Verkaufserlös darstellt, sondern einen höchst vorsichtigen und zurückhaltenden Planwert. Hieraus wurde dann der ggf. benötigte Kreditmittelbedarf im Haushalt errechnet.

    Wenn es so geplant ist, heißt es nicht lieber Herr Harmsen, daß nicht zu einem höheren Wert verkauft werden darf!!!

    Freundliche Grüße
    Mario Kosubek

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