Natürlich hat sich die Gemeinde devot in den Staub zu werfen …

… wenn ein Investor hüstelt. In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde der Ausbau einer öffentlichen Parkanlage hinter der neu entstandenen Einkaufsmeile an der Seebrücke beschlossen. Zur Begründung wurde ausgeführt, der Hotelneubau (welches Hotel eigentlich? Da sind Appartements entstanden – soll hier aber egal sein) sei fertig und nun bestünde Handlungsbedarf! Dumm nur, der Bebauungsplan sieht dort überhaupt keinen öffentlichen Park vor! Und wieso und für wen besteht Handlungsbedarf? Doch nicht für die Gemeinde, dort gibt es einen gültigen Bebauungsplan. Und die betroffenen Nachbarn werden wohl kaum in Begeisterungsstürme ausbrechen, wenn ihnen dort ein öffentlicher Park vor die Nase gesetzt wird. Schaut man sich jedoch die entstandene „Hotelbebauung“ an, mag man gar nicht glauben, dass die erforderlichen Abstandsflächen zum geplanten Park eingehalten wurden. Um also die Bebauung zu sichern, liegt es doch vor allem im Interesse des Investors, dass dort ein öffentlicher Park entsteht. Entsteht dort nämlich ein öffentlicher Park, ist es nicht erforderlich, dass die Abstandsflächen auf dem eigenen Grundstück liegen. Und die betroffenen Nachbarn? Die sollen wohl übergangen werden, gefragt werden die jedenfalls nicht – so ist das in Graal-Müritz. Nein, wenn man dort eine zum Bebauungsplan abweichende Nutzung durchsetzen will, verlangt allein der Respekt vor den Betroffenen, dies in einem geordneten Verfahren durchzuführen, in dem die unterschiedlichen Interessen gegeneinander abgewogen werden. Andererseits, schaut man sich an, was die große Politik mit CETA und TTIB plant, warum sollen sich unsere selbsternannten Granden da nicht ein Beispiel dran nehmen – also doch voll Demut in den Stau werfen, wenn ein Investor hüstelt…

  • Facebook
  • Twitter
  • E-Mail
  • PDF
  • RSS-Feed
  • zu den Favoriten
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Natürlich hat sich die Gemeinde devot in den Staub zu werfen …

  1. Rudi sagt:

    Schön, es gibt ihn noch! Was will man zum Thema sagen? Alles wie gehabt! Den guten Freunden blasen die es hinten rein…

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*